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Archiv: No_Blog Beiträge

# 49 – Vorab erste Zeilen vom zweiten Körperroman ‚ZUHAUSE‘ – aktualisiert: 10.11.25

… mit dem Unteritel: Körper – Yves Resonanzraum des Lebens

Zuhause ist kein Ort. Nirgendwo auf dieser Welt.
Zuhause, das sind Erinnerungen, aufsteigende Bilder.
Düfte, Klänge der Natur im Jahreslauf.
Die dazugehörigen Kräuter, Küchengerüche und Speisen.
Die täglich zu- und abnehmende Intensität der Sonne auf meiner Haut.
Die mich anströmende Luft, mit ihrer Trockenheit und Feuchte, die die Welt zu mir heranträgt.
In mein tagtägliches Tun hinein, in das ich eintauche, tief in meinem Sein.
Heimat, zuhause sein das ist ein innerer Raum, den wir in uns tragen.
Er kann jederzeit und überall neu entstehen.

Zuhause ist kein Ort.
Nirgendwo auf dieser Welt.
Zuhause das sind Erinnerungen, aufsteigende Bilder.
Düfte, Klänge der Natur im Jahreslauf.
Die dazugehörigen Kräuter, Küchengerüche und Speisen.
Die tägliche zu- und abnehmende Intensität der Sonne auf meiner Haut.
Die mich anströmende Luft, mit ihrer Trockenheit und Feuchte, die die Welt zu mir heranträgt.
In mein Tun hinein. Tief in mich, mein sein.

Zuhause, das finden meine, über Jahrzehnte feingestimmten, Sinne, wenn sie der Welt zuhören, sich ihr zuwenden. Wenn sie an mir tief vertrautem anknüpfen, das unvorstellbar weiter als meine eigene Lebensspanne zurückzureichen scheint und mit Sicherheit die meine um Äonen überdauert. Auf dem Weg nach Hause fand ich subtile Hinweise und Geschichten, die weit tiefer gingen, als ich mir je hätte vorstellen können.

Mein Zuhause ist eng mit dem Rhythmus der Natur im Lebensraum meiner Ur-Ahninnen verwoben. Über Jahrhunderte lebten sie dort, kehrten immer dahin zurück. Auch ich scheine fest verankert in jenem Breiten- und Längengrad, zog es mich doch zu jenem Ort, an dem sie Jahrhunderte lebten. Nichts von der mir verschwiegenen Ahninnen-Heimat wissend, leiteten mich meine Sinne recht früh im Leben zu ihrem Ort – ohne, dass ich um die Bedeutung dieses Fleckens Erde für mich, mein Sein wusste.

Ich empfand ihn aufgeladen, zauberhaft und unfassbar wohltuend für mich und mein geplagtes Körperchen. Dort spürte ich zum ersten Mal ein völlig unbekanntes, mich überwältigendes Erkennen und erkannt werden. Und gleichzeitig war da ein neues, tiefes angepiekst und provoziert sein von der Welt deutlich fühlbar.

Was war das? Es ging mir nicht aus dem Kopf, keine Minute. Nicht am Tag, nicht in der Nacht. War es überhaupt in meinem Kopf? War es nicht überall in mir?

Noch vor Ort beschloss ich, jener eindringlichen, unfassbaren Irritation meines Wesens auf den Grund zu gehen. Meine bewusste Suche nach dem, was meinem Körperchen zum richtigen Körper fehlte, nahm ihren Lauf. Meine Antennen gingen auf Empfang.

Jahrzehnte später lichtete sich mein Tasten und Suchen nach dem im-Körper-landen-wollen und mich-Zuhause-fühlen-können, schlagartig. Alle in den vielen Jahren gegangenen Schritte fügen sich rückblickend zu einem einzigartigen, schlüssigen Weg, bilden ein jederzeit sicher verwobenes, mich haltendes Band. Ich nenne es ‚My woven Luxuries‘, die mich sicher ans Ziel und weiter, zu erfüllendem Sinn finden ließen.

Nichts vom ‚gewebten Luxus‘ war mir vorher bekannt, weder der Webstuhl, noch die verschiedenen Garne und schon gar nicht die vielen Möglichkeiten der Bindung von Kett- und Schussfäden. Meine Webversuche führten mich durch unglaubliche Höhen und unfassbare Tiefen, ließ mich zweifeln und neuen Mut finden, fallen und wieder aufstehen. Je ungestümer ich voran wollte, desto weiter warf es mich in meine Starre und mein Nichtkönnen zurück. Unzählige Rückschläge lehrten mich weit mehr als Ausdauer und erneut zu Beginnen. Sie brachten mich erst in die ersehnte Beweglichkeit, gefolgt unerwarteter Bewegung und dem Gefühl des Passens zu meiner geistig unaufgeregter Bewegtheit – beim ununterbrochenen spinnen und verweben der täglichen Momente zu meinem Zuhause sein im Leben.

Erst die zahlreichen Hindernisse, Stolpersteine und Ehrenrunden auf meinem Weg machten mich zur ganzen, zur vollständigen Menschin ‒ und zu der Yve, die ich heute bin.

So Sie / du mich schon aus dem ersten Körperroman kennst, hier werden Sie / wirst du lesen, wie ich wurde, wer ich bin. Was Tom und Einstein damit zu tun haben – meine Freunde für die Ewigkeit. Nichts mit vergessenen Namen und verblassten Bildern aus meiner Jugendzeit. Die beiden reifen mit mir seit Jahrzehnten am Leben, rücken mir immer dichter auf und unter die Pelle, werden noch heute immer zuverlässigere, treue Gefährten.

Ein Hinweis zum Sprachgebrauch in diesem Buch: Ich werde Sie / dich mit einem respektvollem du im weiteren Verlauf anreden, wenn ich dich zu eigenen Reflektionen einlade. Diese Einladungen kannst du annehmen, einfach überlesen oder ablehnen. Wie auch immer deine Wahl ausfällt: Ich wünsche dir immenses Lesevergnügen und zunehmendes Körperglück.

Nachtrag zu #45 – zwei Links zur ‚Vehrkehrsteilnehmerschulung‘

Ihr Lieben,
ich hätte nie gedacht das meine Bemerkungen – im No_Blog #45 – zu Fahradfahrern und deren Citycruisen so viele Gespräche auslösen und Fragen aufwerfen – sind wir doch alle selbst auf zwei und vier Rädern unterwegs.
Wir haben diskutiert, geraten und sogar bei Polizisten nachgefragt: Wie ist dieses und jenes geregelt? Für die zwei und vier Räder, am Ende auch für die zwei Beine auf dem Fußweg.
Hier zwei erhellende Lesetipps:

https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/panorama/fahrrad-schutzstreifen-autos-gefahr-verkehr-100.html

https://www.mdr.de/ratgeber/mobilitaet/fahrrad-irrtuemer-regeln-check-100.html

… nicht ganz einfach, wie der Experte selbst meinte.
Bleibt: Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme – wie bisher, wenn auch in konkreten Situationen oftmals ausbaubar.

Ich vermute, mit den aktuellen Verkehrskonzepten ist kein Verkehrsplaner und kein Verkehrsteilnehmer glücklich, alle müssen sich den verfügbaren Platz weiter teilen – bei ausgedünnten Fahrplänen des öffentlichen Nahverkehrs, E-Rollerbergen auf engen Bürgersteigen und unzählbaren Baustellen.

Nicht zu vergessen dabei: Ein, in dem Verkerschaos seit Jahren von Baustellen umzingelter, kaum planmäßig erreichbarer, mitten in der Stadt liegender Hauptbahnhof.
Wobei – der dauergeförderte, kaum Flugverkehr habende, Regionalflughafen am Stadtrand hat eine gut ausgebaute Straßenbahnanbindung. Wie wäre es den zu schließen, die Fördermittel für den Umbau in einen gut erreichbaren ICE-Knotenbahnhof Erfurt dort … aber nein, da ist wohl eine gute Bahnverbindung zwischen Jena und Erfurt dringlicher … oder, oder … doch lieber die ungefährlichste, eigenverantwortliche Lösung: Erfurt weiterhin meiden wo es nur geht?

Cool down, take your time and take it easy. Keep smiling.

# 48 – Morgen, nächstes Mal, wird es besser.

Meine Tiktak-(Ur-)Oma – vielleicht kennst du sie, und die Geschichte ihres Namens, aus meinem Buch – sagte immer, wenn etwas nicht wie gewollt klappte: „Glaub mir, nächstes Mal wird es besser!“

Ich liebe diesen Satz noch heute. Hoffe noch immer, dass er jedes Mal – wenn ich ihn mir nun selbst sage, Tiktak ist längst friedlich heimgegangen – die Gefühle von: hoffnungsvoll, offenherzig und ein wenig unbeholfen, erneut aufkommen lässt. Ein Mix, der in mir, meinem Hirn, Herz und Körper den Anfängergeist in einer Sache, einem Tun erweckt – egal wie weit ich schon darin fortgeschritten bin.
Also ja, mein nächstes Mal, mein nächster Schritt wird besser sein. Gewiss.

Altes und neues Wissen, tägliche Praxis – auch im Lesen Jahrtausende alter Quellen – haben mich reifen lassen und gewandelt, neue Bahnen und Qualitäten in mir ins Spielen gebracht. Ein großer Wendepunkt scheint anzustehen. Ich bin mitten darin. Nicht verloren, nein, voller Zuversicht und hoffnungsfroh der Dinge, die sich gerade anbahnen und entwickeln.

Innerlich war der letzte Tag des diesjährigen Sommerfests mein letzter Tag an dem Ort, den ich – zu Beginn ‚Nachhaltiges Erfolgstraining‘, dann ‚Das Studio ST‘ und bis heute ‚Bewegungsfreude Institut Thieme‘ – mein berufliches Zuhause der letzten Jahrzehnte, nannte.
Viel gemeinsame Zeit voller Licht, Zusammenkünften stiller Kreativität und unzählige, heitere Telefonate liegen hinter uns. Allen, die durch meine Türen traten, um mit mir zu arbeiten, an einem Workshop teilzunehmen, eine Idee mitzuteilen, in Stille und Freude zu lernen: Herzlicher Dank!

Zum Jahresende schließe ich unsere gewohnte, gemeinsame Basis.

Während ich in den letzten Tagen liegengebliebene Arbeiten beendete und Erinnerungen sortierte, wurde mir klar, dass das Aufräumen, das Nachdenken und Loslassen des Alten bereits eine Art Vorbereitung ist – für das nächste Kapitel, den nächsten Raum, die nächste Geschichte. Gern mit dir, mit euch. Denn, als ich beschloss, die bisherigen Türen zu schließen, hatten meine Füße bereits einen Schritt nach vorn gemacht. Ich hatte bereits begonnen, mich still und leise auf eine neue Begegnung mit euch zuzubewegen.

Gerade jetzt, beim Schreiben dieser Zeilen, hat sich der Sommerhimmel über mir – nach Tagen voller Hitze und Nächten voller Sterne – bedeckt. Ein warmer Wind scheint Sommerregen heranzutragen. Ich freue mich auf den Duft des Regens, seine vielen Düfte vor, während und nach den Tropfen. Ein Innehalten und frei Atmen inmitten des Wandels. Erinnerungen an die Sommer der Kindheit – als reiche Sommerregen die Straße vorm Haus fluteten und wir Kinder die Badesachen anzogen, um im vorbeifließenden Wasser zu planschen – steigen auf. Welch ein Paradies war das!
Heute, Jahrzehnte später, befinden die Welt und ich uns zwischen den Räumen. Eine andere, eigene Art von Paradies. Ein Ort voller Inspiration, der mich an den Wert des Dazwischen-Seins, an die Schönheit des die Zeiten verbindenden Alltäglichen, erinnert, der sich jeder exakten Benennung und Kategorisierung entzieht. Mein Tun, meine Texte und Rhythmen, leben jenseits einer verdinglichten Definition, Methode oder erstarrtem, festgelegtem Wissen.

Die bevorstehende, kurze Sommerpause wird – angefüllt mit dem von mir ‚Rumtrödeln‘ genannten Zeitvertreib, der der Reflexion und des fantasievollen Wissen-Einsinkenlassens dient – zu einem intensivem Abschlussmoment der letzten Jahrzehnte werden. Dabei wird sich der längst angelegte Neuanfang und ein sanfter Wandel in das, was als Nächstes kommt, zeigen – neben dem bereits begonnen Schreibvergnügen am nächsten Körperroman, der durch Yves ‚Augen‘ auf die Welt schaut.

Ach Tiktak und Tiketak-(Ur-Ur-)Oma, ihr mit eurem ’nächstes Mal wird es Besser‘, da habt ihr was angerichtet … aber, ich freu mich … auch dieses Mal wieder, wie immer … darauf. Noch mehr freue ich mich auf dich, mein Leser, meine Leserin – auf euch alle!

Möge dein Sommer dir stille Freuden, unerwartete Begegnungen und zum Himmel schwebende Zukunftswünsche bringen.
Auch wie immer, ich wünsche dir: Bleib natürlich.

P.S. Ich glaube, dass das Wünschen – tief und leise – immer eine Möglichkeit ist, auf dem eigenen Weg voranzukommen. Kenne deine Wünsche, sie weisen dir deinen Weg, setzen deinen Fokus.

# 47 – Lichterfest, Sommer, Sonne, Sonnenbrand, Kleckerburg am Waldseestrand …

Dieser Beitrag erscheint am 13.8., dem Tag des Beginns der dreitägigen sommerlichen Lichterfeste.

Liebe Freunde,
erinnert ihr euch auch an Sommertage, angefüllt mit innerem Müßiggang, Regenschauern, Donnergrollen, gefolgt von frischem Wind und sonnigem Neuanfang?

Wir befinden uns mitten in solch einem Sommer. Die eigentlich heißeste Jahreszeit, auch dieses Jahr wieder mit kaum erträglicher Gluthitze vorhergesagt.
Aber nein, auch dieses Jahr hält sich der Sommer nicht daran. Das den Nachthimmel mit Feuer und leise zischenden Wunderkerzen erhellende Sommerfest mit hoffentlich unzähligen, flüchtigen Sternschnuppen, kann stattfinden. Keine extreme Brandgefahr, das Vergnügen des Ins-Feuer-Schauens und sich zu fortgeschrittener Stunde in Kaschmirtücher-Wickeln kann stattfinden.

Schon während der Vorbereitung kommen längst vergessene Sommererinnerungen in mir auf: kurze Freudenschauer, voll angenehmer nächtlicher Wärme. Dieser Artikel erreicht euch an einem solchen Tag: Ein Tag, an dem das Wetter, der Himmel die Höhe des Sommers, der lauen Sommernächte mitfeiert. Lasst uns in diesen Lichterfesttagen den Klang dieses Sommers spüren, anstatt nach einer Bedeutung, seiner Einordnung, zu suchen.
Genießt das nachklingende Glimmen einer Wunderkerze – oder die stille Luft vor einem Sommerregen. Hört am Abend auf die subtilen Geräusche der Sommerinsekten – kaum wahrnehmbar, aber dennoch sehr bewegend. Für mich sind es die Stimmen der Zikaden, Glockenkäfer und anderer saisonaler Insekten, die das Gefühl des Sommers wirklich in mir hervorrufen – mehr als jedes Kalenderdatum. Ihre Klänge sind wie akustische Erinnerungen, schwebend zwischen Gegenwart und Nostalgie.

Gerade bin ich von einer kurzen Reise, prall gefüllt mit solch Sommerabenden, zurückgekehrt.
Es war eine Rückkehr zu vertrauten Orten, obwohl ich dort nie selbst gelebt habe. Eine Zeit voll neuer Begegnungen und stiller Entdeckungen – Samen, die in mein nächstes Buch einfließen, die die Zukunft von ‚The Happy Body‘, prägen werden. Die eine ruhige Verspieltheit, Stille und Würde in sich tragen. Und keinerlei, wie auch immer gearteten, Widerstand gegen Sommerregen oder was sonst ansteht – eher eine Umarmung dessen.
Meine wenigen Tage im vergangenen Schlesien waren reichhaltig. Ich besuchte erneut die Straßen, die meine Ahninnen einst ihr Zuhause nannten. Die Atmosphäre hatte etwas unverkennbar Kraftvolles – lebhaft, seltsam und auf wunderschöne Weise unausgesprochen. Eine alte Bekannte, die wieder dort lebt, balanciert noch heute ihr tägliches Leben mit leidenschaftlichem, freudigem Engagement für ihre eigene Art dort zu leben, dort sein zu dürfen. Unser Treffen hat etwas in mir weich gemacht – sanft und tief. Auch wenn diese Reise zu Ende ist, hallt ihr Nachglühen noch immer in mir nach – leise und erkenntnisreich.
Auf wunderschöne Weise trug diese Sommerreise in die Vergangenheit die Philosophie des kommenden ‚The Happy Body‘ – dem neuen ‚Bewegungsfreude-Institut‘ – in sich: Harmonie, die entsteht, wenn scheinbar gegensätzliche Elemente nebeneinander existieren und miteinander in Austausch, Resonanz treten.

Vielleicht ist das die Essenz der sommerlichen Lichterfeste – ein Ort, ein Raum, in dem Harmonie nicht aus Gleichförmigkeit entsteht, sondern aus dem sanften Zusammenkommen von Gegensätzen: Vergangenem und Heutigem, Tradition und Wandel, Intensität und Ruhe.
Feiert euer Sommerfest in diesem wunderbaren Sommer – einer, der nach sehr vollen, bewegten Jahren endlich auch wieder bei mir angekommen ist.

Bleib natürlich, beib bei dir. Ich freu mich auf dich!

# 46 – Ende? Wende! Änderung.

Liebe Bewegungsfreude-FreundInnen,
vor ein paar Tagen haben wir die diesjährige Sommersonnenwende hinter uns gebracht. Sie ist der längste Tag und die kürzeste Nacht des Jahres – ein Moment, in dem die Sonne am höchsten steht und die Natur innehält, bevor sie sich sanft, ihrem Lauf folgend, wandelt.
Die Bäume sind üppig, der Himmel ist weit offen, die Luft ist voller Leben. Doch schon während das Licht seinen Höhepunkt erreicht, spüren wir eine beginnende, lastende Ruhe – ein subtiles Zeichen dafür, dass Wandel naht und die große Wärme des Sommers, in ihrer Spur bereits die nächste Jahreszeit in sich trägt.
Zur Sommersonnenwende zweitausendfünf wurde die Idee zu meinem Bewegungsfreude-Institut*, diesem unglaublich kreativen Entwicklungsraum, geboren. Seit seiner Eröffnung ist dieser Raum – dank euch – erfüllt von Begegnungen, gemeinsamen Momenten und unglaublicher persönlicher Entfaltung.
Nun, zwanzig Jahre später, am Tag der Sonnenwende, schien mir ein weiteres Kapitel auf dem gemeinsamen Weg abgeschlossen. Behutsam und mit Dankbarkeit.

Ich danke allen, die bis hierhin Teil dieser Reise waren.

In den nächsten Monaten wird nicht nur mein zweiter und dritter Körperroman erscheinen, es wird auch Zeit nachzudenken, die weitere Zukunft zu träumen und die nächste Version unserer Begegnungen zu gestalten.
Ich hoffe euch im späten Herbst eine Freude mit der Neuorganisation eurer Möglichkeiten der Teilhabe am Bewegungsfreude-Programm – vor allem euch langjährigen Weggefährten – bereiten zu können. Natürlich bleibt das Kernthema: Lernen dürfen, sich entwickeln und wachsen.
Ich freue mich, euch einen neuen Rahmen für Inspiration und Möglichkeiten zur Entfaltung mit dem Bewegungsfreude-Programm 2026 anbieten zu können.
Bis dahin bleibt alles wie gehabt, wir bleiben in den bekannten, bewährten Strukturen in Verbindung.
Ich freue mich auf jede/n von euch!

* Die Geschichte meiner selbständigen Tätigkeit begann nicht mit dem Namen ‚Bewegungsfreude-Institut‘. Die Gründung erfolgte unter dem Namen ‚Nachhaltiges Erfolgstraining‘ und wurde nach zunehmendem Gebrauch/Missbrauch des Wortes ’nachhaltig‘ erst zum ‚Studio ST‘, eh es sich zum Bewegungsfreue-Institut entwickelte.

# 45 – Der Mai ist da – mit ihm die schönsten Morgen im Garten

von: Grit Silke Thieme

Das Laub ist frischgrün, überall blüht und zwitschert es, vor allem am Morgen … herrlich. Die Hummeln und Bienen brummen und summen in den ersten, den Garten erreichenden Sonnenstrahlen. Ruhende Reiher sitzen noch in den Bäumen. Meine Füße laufen durch kühlen Tau, der Kaffeebecher wärmt die Hände. Im aufgehenden Sonnenlicht kann ich Rehe, Füchse, Hasen, Schnecken … sichten – oder ihre Spuren der Nacht.
Dieser Zauber passiert jeden Morgen, auch an Verregneten. An denen bestaune ich dicke und dünne, schnelle und langsame, kurze und lange Regenwürmer, die Höhe der Maulwurfshügel oder einen Regenbogen.

Fast würde ich meinen: wie uncool und so letztes Jahrtausend. In einer sich zunehmend schneller drehenden Welt, in der Gesetze, in einer von Behörden und realem Leben nicht umsetzbaren Taktung erlassen und wieder geändert werden, Straßenbaustellen endlos ineinander übergehen und Dreißiger-Zonen für Autos, wohl aber nicht für Fahrradfahrer gelten.
Eilende Radler, rechts überholend, ohne Mindestabstand beim Überholen – oder gilt der, wie viele andere Regeln nur für die anderen Verkehrsteilnehmer? Warum dürfen sie Kopfhörer im Verkehr tragen? – Kreuz und quer Schnippend, über Fußwege und Straßen, sind sie zu meiner ausdruckstarken Impression der heutigen Welt geworden. Eine Welt, in der vieles kopfzustehen scheint, vielleicht weil noch der Glaube vorherrscht, wir leben in einem Weltspitze-Land? Der Realitätscheck weist längst auf hinteres Mittelfeld oder gar Entwicklungsland. Daran ändert auch ‚wishfull thingking‘ nichts.

Mein Garten und ich mittendrin. In diesem deutlich wahrnehmbaren Unterschied zwischen sein-wollen und sein. In meinem Garten steht nichts Kopf, er gehört einer anderen Zeit, einer anderen Welt an. Er ist Oase der Ruhe, des kontinuierlichen Werdens, vor allem am Morgen. Jeden Tag wieder, besonders im Mai.
Nach erholsamem Schlaf, finde ich in ihm zurück in die Welt und den beginnenden Tag mit seinen natürlichen Abläufen. Sie geben mir Kraft für den kommenden Tag, ergreifen einfach so Besitz von mir.
 Die Hühner bekommen ihr Futter, die Vogeltränke wird neu befüllt – erste geflügelte Gäste nehmen sogar ein morgendliches Bad, neue Blüten werden entdeckt und ausgiebig bestaunt.

Das seit wenigen Jahren hörbare ‚Wasserfallrauschen‘ der ununterbrochen auf der Autobahn rollenden Reifen – gekommen durch das aus Sicherheitsaspekten notwendige Fällen aller großen Dorflinden und alten Bäume im Umkreis – war der erste Eindringling, der sich durch den geförderten Ausbau des nahegelegenen Industriegebietes, zu einem stetig lauter brüllendem ‚Wassertosen‘ entwickelte … und neue Eindringlinge im Schlepptau hat … Der Zugriff der Wasser- und Energielieferanten auf die Verbrauchszähler kann jederzeit digital erfolgen, die neue Heizung hat so viele Displays, dass selbst der Monteur etliche Stunden braucht, um sie zu verstehen. Elektronische Post und Nachrichten kommen mittlerweile auch akzeptabel zuverlässig den ganzen Tag – nur das Abwasser, das ist noch nicht digitalisiert, noch nicht mal verlegt.
Soll wahrscheinlich in den Zweitausenddreißigern kommen, oder später …

Das Reinfüllen, eintrichtern, überfluten, das klappt fast immer.
Das sortieren, verarbeiten und Output generieren, das müssen wir selbst tun. Selbst beim Digitalen, hilft der gepredigte KI- und Digitalisierungshype nur, wenn wir uns vorher selbst organisieren lernen. Weder Fehlanreize noch eingefahrene, uneffektive Abläufe werden automatisch durch neue Technologien besser. Es liegt an uns selbst, wie wir KI und Digitalisierung nutzen.

So du nach Input zur kultivierten Selbstorganisation für dich suchst: in meinem Buch Bewegungsfreude in Hirn, Herz und Körper findet Tom in seinem Fachkapitel sehr klare Worte mit seiner Erfolgsformel für Einsteiger: 2 +3 = 5.
Ich nutzte noch heute Toms verkürzte Erfolgsformel für Langzeitanwender: 2 +3 täglich. Gleich nach meiner morgendlichen Gartenzeit angewendet, ist mein stetiger Begleiter.
Beides zusammen am Morgen gibt mir Zuversicht und versöhnt mich mit den Zumutungen und der Schönheit der Welt. Alles wird, alles vergeht und kommt – verändert – wieder.

Wonnemonat-Mai-Grüße, bleib natürlich, bleib bei dir!