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Lesend Lernen

Meine Texte zur Einheit von: faszialem Bewegen – Nervensystem – Aufrecht sein – Bewegungsfreude

Mein Buch – Herbst 2024:

Es ist so weit. Die stetig zunehmende Resonanz der Öffentlichkeit ermöglicht es, unser grundlegendes Verstehen unseres Körpers und seiner/unserer Interaktion mit der/unserer Umgebung nicht mehr nur in starrer lateinischer Sprache zu erklären und bemänteln. Ermöglicht zu verstehen, wieviel Einfluss wir selbst dabei haben.
Gern nutze ich dieses aufkeimende Interesse, mein unterhaltsames KörperGeschichtenWissen einem breiten Publikum zur Verfügung zu stellen. Treue Fans, liebe Kunden, hallo Interessierte, ich freu mich auf eure Leselust und Bewegungsexperimentierfreude. Im November gehts für euch hier los! Bis dahin bleiben als Vorgeschmack meine ‚NO_BLOG‘ Artikel weiter unten auf dieser Seite.
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Faszie vor Muskeln

sich bewegen neu denken


von Bewegungsfüchsin Grit Silke Thieme

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Veröffentlichung: Herbst 2024

Anmeldung für die Lesung zum Veröffentlichungstermin am 15.11.2024, dem bundesweiten Vorlesetag

No_Blog

aus meinem Textlabor: für euch jeden ersten Freitag im Monat was neues zu Lesen

’37 – JK BFK* Mon4: Hinter-grund-Wissen Bewegen, Schmerzempfinden & neue Neuroarchitektur bilden

Heute gib es den Sachverhalt als Flipchart. Ihr könnt eure Augen gern kreuz und quer unterwegs sein lassen. Durch die Pfeile ist die generelle Führung gegeben. Ich freu mich auf euch und eure Fragen zum nächsten Termin!

Wer die Ansicht größer haben möchte: Strg-Taste + am Mausrad scrollen.

(c) Grit Silke Thieme

’36 – Jahreskurs BFK* Monat 3: begleitende Übungsbeschreibungen – Die Heuschreke

Alle im Jahreslauf folgenden Übungen dienen der KörperBildung.
In intellektuellem Sinn und im plastischen Bilden des eigenen Körpers. Du wirst dein bisheriges Wissen, wie dein Körper funktioniert und sich bewegt, praktisch an dir selbst überprüfen. Unglaubliche Dinge werden sich dir aufzeigen und für tiefes Staunen und Wohlgefühl sorgen.

Die Beschreibungen sind nicht für alleiniges Neueinsteigen in die Übungen gedacht und geeignet – sie sind nur kurze Erinnerungen für die Teilnehmer der BFK*-Klassen.

Die Bewegungsexperimente bauen von Monat zu Monat aufeinander auf. Es wäre durchaus angebracht, die Übung in den folgenden Tagen und Wochen bis zur nächsten Stunde, zu vertiefen. Am besten immer mal wieder in den Alltag eingebaut. Das öffnet deine Wahrnehmung, für das, was sich in dir spannt und das, was Los lässt. Und, du hast natürlich den tollen Effekt des Entspannens, kannst diesen von Mal zu Mal besser Wahrnehmen und tiefer auskosten. Den Effekt kannst du noch intensivieren, wenn du wirklich erst die eine Körperseite arbeitest und danach in Ruhe und im Gehen von ein paar Schritten in Raum nachwirken lässt und dann erst die andere Seite.

Drittes Monatsthema: Die Heuschrecke – gern mit Froschhänden

Diesen Monat kümmern wir uns um unseren Schultergürtel und unsere Arme. Gern dürfen die Fortgeschrittenen unter euch die entstandenen Frosch-Fußqualitäten vom letzten Monat mit in die Hände einfließen lassen.
Erinnere dich kurz an die typischen Qualitäten unseres Arbeitens und beginne:


Begib dich in Bauchlage, deine Hände lege neben die Schultern, die Handflächen nach unten.
Es sollte bequem für dich sein.
Lande in Ruhe in dieser Lage. Sortiere dich.


Nun drücke aus den Händen den Oberkörper nach oben.
Präge dir diese Wahrnehmung ein. Wie fühlt sich der Bewegungsablauf an?
Lege den Oberkörper wieder ab – diese erste Variante wollen wir heute nicht.


Jetzt bringe Kraft in die Wirbelsäule und bringe ohne Handkraft den Oberkörper nach oben.
Präge dir diese Wahrnehmung ein. Wie fühlt sich der Bewegungsablauf an?
Lege den Oberkörper wieder ab – auch diese zweite Variante wollen wir heute nicht.


Jetzt bringe eine Handfläche in aktiven Kontakt mit dem Boden und spüre, wie der Unterarm bis zum Ellenbogen reagieren will.
Lass die Schulter passiv. Versuche es, bis es klappt, mit der passiven Schulter. Gehe dann erst weiter.
Versuche es nicht zu machen. Suche den Impuls, der den Ellenbogen frei gibt. Gehe noch nicht in den Oberarm.


Zunehmender Druck der Handfläche in den Boden sollte dann deinen Ellenbogen aufsteigen lassen.
Die Schulter bleibt passiv! Darf mit passiver, lockerer Bewegung reagieren.
Das Resultat nach einigem geduldigen Üben: Hand und Schulter sind auf dem Boden, der Ellbogen ist über eine Halbkreisbewegung nach oben gekommen, steht irgendwann senkrecht zur Decke.


Kannst du den Unterschied zu den beiden anderen Varianten spüren?
Fühlst du dein Heuschreckenarm?
Wie fühlt es sich in ganzen Körper an?


Kannst du dich dann über die 3 offen, beweglichen Gelenke: Handgelenk, Ellenbogen und Schultergelenk auf der einen Seite nach oben arbeiten? Ohne das ein Gelenk fest wird?
Gern mit oder aus der Froschhand!


Kannst du wahrnehmen: Vordergründig ist da keine Muskelaktivität, keine Muskelanspannung.
Nur der Faszienzug der beanspruchten Faszienkette, die in den ganzen Körper arbeitet.
Bis wohin? Zu den Rippen? Bis zur Hüfte? Durch die Hüfte hindurch?


Pausiere und fühle: Wie ist der Arm jetzt? Ist er angespannter? Lockerer?
Wie ist der Übergang von der Schulter zum Kopf?
Kannst du den Unterschied zu Variante 1 und 2 von Beginn des Experiments erfassen?


Schau innerlich nochmal in deinen Arm (und die Schulter).
Nimm die Qualität wahr.
Wie fühlt er sich jetzt an?


Stehe langsam, wirklich langsam auf und achte darauf, sicher zu stehen.
Wie fühlt sich dein Arm/Oberkörper/Kopf/Rücken/Stehen jetzt an?
Wenn Du dich gut organisiert und sicher fühlst, beginne vorsichtig zu laufen.


Wie fühlt sich dein Laufen an?
Wie lang sind deine Arme? Wie lang ist dein Hals? Wo sind die Schulterblätter? Wo ist der Kopf?
Wie ist dein Atem?
Vergleiche jeweils rechts und links -vorn und hinten.
Welche Unterschiede bemerkst Du zu vor dem Experiment?


Je nach deiner Routine mit solchen Experimenten ist von ‚wie immer‘ bis ‚Hang-Huhn‘ jede Option möglich. Und, es ist völlig in Ordnung, wenn es für dich keinen Unterschied gibt!
Jetzt ist der andere Arm dran: Starte bitte oben neu!


Wenn du beide Arme schon gearbeitet hast:
Erinnere dich, wie hat sich dein Schultergürtel, dein Kopf, dein Oberkörper –
dein Gang und deine Aufrichtung am Anfang der Stunde angefühlt?
Wie ist es jetzt?
Wie geht es dir jetzt?


Nimm den Zettel und Stift, schreibe, zeichne, skizziere deinen Aha-Effekt.
Hat sich was verändert?
Wenn ja, was ist das Beeindruckendste für dich dabei?


Experimentiere das gern jeden Tag einige Minuten neu.
Ich freue mich auf dich, dein Feedback, deine Entdeckungen in der nächsten Vor-Ort-Stunde!

*BewegungsForschungsKollektiv

(c) Grit Silke Thieme

’35 – Jahreskurs BFK* Monat 2: begleitende Übungsbeschreibungen – Der Kran

Alle im Jahreslauf folgenden Übungen dienen der KörperBildung.
In intellektuellem Sinn und im plastischen Bilden des eigenen Körpers. Du wirst dein bisheriges Wissen, wie dein Körper funktioniert und sich bewegt, praktisch an dir selbst überprüfen. Unglaubliche Dinge werden sich dir aufzeigen und für tiefes Staunen und Wohlgefühl sorgen.

Die Bewegungsexperimente bauen von Monat zu Monat aufeinander auf. Es wäre durchaus angebracht, die Übung in den folgenden Tagen und Wochen bis zur nächsten Stunde, zu vertiefen. Am besten immer mal wieder in den Alltag eingebaut. Das öffnet deine Wahrnehmung für das, was sich in dir spannt und das, was Los lässt. Und, du hast natürlich den tollen Effekt des Entspannens, kannst diesen von Mal zu Mal besser Wahrnehmen und tiefer auskosten. Den Effekt kannst du noch intensivieren, wenn du wirklich erst die eine Körperseite arbeitest und danach in Ruhe und im Gehen von ein paar Schritten in Raum nachwirken lässt und dann erst die andere Seite.

Zweites Monatsthema: Der Kran – gern mit Froschfüßen vom letzten Monat

Diesen Monat wandern wir von den Füßen aus dem letzten Monat hinauf ins ganze Bein. Gern dürfen die Fortgeschrittenen unter euch die Frosch-Fußqualitäten aus dem letzten Monat einfließen lassen. Erinnere dich kurz an die typischen Qualitäten des Arbeitens und beginne:


Begib dich in Rückenlage, stelle die Beine an.
Bewege die Füße so nah wie möglich an den Po – es sollte aber bequem für dich sein.
Je näher die Füße am Po sind, so leichter reagiert dein Körper.
Lande in Ruhe in dieser Lage. Sortiere dich.


Bitte lauf ein paar Schritte und spüre, wie sich dein Laufen anfühlt.
Präge dir diese Wahrnehmung ein.
Achte besonders auf deine Füße, Knie und Becken sowie den Gesamteindruck.


Danach starte mit einem Bein. Das andere Bein wird später genau diesen Ablauf auch durchlaufen.
So es während der Übung unangenehm für das andere Bein wird, starte sofort oben neu mit dem anderen Bein.


Lasse den Fuß breit und weich werden, gib dir Zeit dabei, lass den Fuß fließen.
Du darfst mit den Zehen wackeln, darfst sie strecken, jede einzeln oder als Gruppe(n).
Wenn das Bein eine andere Position will, gib dem nach und bleibe dabei in den Füßen.


Spüre, wie das Gewicht der Wade in den Knöchel sinkt.
Was tut dein Knöchel? Kannst Du wahrnehmen, wie der Knöchel nachgibt? Weicher wird?
Wie der Fuß mehr Gewicht bekommt?


Wie fühlt es sich in ganzen Körper an?
Wie geht es deinem Oberschenkel in diesem Bein?
Wie der Hüfte?


Kannst du das angestellte Knie wie eine alte TV-Radioantenne nach schräg vorn und oben, in Verlängerung des Oberschenkels, hinausschieben?
Dabei die Hüfte auf dem Boden liegen lassen? Also nicht aus Hüftaktivität das Knie hoch schieben?


Lass die Hüfte am Boden und lass das Knie über die Faszie die Hüfte anheben.
Keine Muskelaktivität. Keine Muskelanspannung.
Faszienzug der aus dem Knie durch den Oberschenkel in den ganzen Körper arbeitet.


Pausiere und fühle: Wie ist das Bein jetzt? Ist es angespannter? Lockerer?
Spüre vom Fuß ins ganze Bein und die Hüfte.
Fortgeschrittene: Seid ihr im Kopf angekommen? Wer hat wo nicht mitgemacht? Gab es Umwege?


Schau innerlich nochmal zum Fuß.
Nimm seine Qualität wahr.
Wie fühlt er sich jetzt an?


Stehe langsam, wirklich langsam auf und achte darauf, sicher zu stehen.
Wie fühlt sich dein Stehen jetzt an?
Wenn Du dich gut organisiert und sicher fühlst, beginne vorsichtig zu laufen.


Wie fühlt sich dein Laufen an?
Was ist passiert?
Welche Unterschiede bemerkst Du zu vor dem Experiment?


Je nach deiner Routine mit solchen Experimenten ist von ‚wie immer‘ bis ‚Hang-Huhn‘ jede Option möglich. Und, es ist völlig in Ordnung, wenn es für dich keinen Unterschied gibt!
Jetzt ist das andere Bein dran: Starte bitte oben neu!


Wenn du beide Beine schon gearbeitet hast:
Erinnere dich, wie hat sich deine Füße, euer Gang und eure Aufrichtung am Anfang der Stunde angefühlt?
Wie ist es jetzt?
Wie geht es dir jetzt?


Nimm den Zettel und Stift, schreibe, zeichne, skizziere deinen Aha-Effekt.
Hat sich was verändert?
Wenn ja, was ist das Beeindruckendste für dich dabei?


Experimentiert das gern jeden Tag einige Minuten neu.
Ich freue mich auf euch und eure Feedbacks in der nächsten Vor-Ort-Stunde!

*BewegungsForschungsKollektiv

(c) Grit Silke Thieme

#pre – No_Blog: Was ist das?

In einem Blog wird regelmäßig geschrieben und auf vielen Kanälen geteilt. Der Leser kann das Gelesene kommentieren.
Viele meiner Kunden warten seit Jahren auf die bei mir in Alltagssprache gehörten Wissensgeschichten. Zu Themen, die sie sonst nicht so tief verstehen könnten. Oder einfach zum Erinnern, Nachlesen, Wiedereintauchen ins damals entstandene Körpergefühl, gern auch als Wiedereinstieg in die Übungen. Auf meine ganz eigene Art angeleitet und erzählt.
Ab sofort gibt es hier regelmäßig was zu lesen für euch. Ohne das Teilen und Kommentarfunktion. Damit ist es kein echter Blog, mein No_Blog.
Ab Januar 2023 erscheint jeden Freitag ein neuer Artikel für euch – bis Juli. Danach eimal pro Monat am ersten Freitag.
Nur zum Lesen. Gern lachen. Nachdenken. Umsetzen. Ein Leckerli für die auf meine Bücher wartenden Fans. Mindestens bis zu deren Erscheinen. Oder länger…

→No Blog: Regelmäßige Artikelserie ab Januar 2023. Immer freitags. Ab Juli dann immer am ersten Freitag des Monats.

© Grit Silke Thieme