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Lesend Lernen

Meine Worte rund um fasziales Bewegen, Nervensystem, Integration…

No_Blog

aus meinem Textlabor: für euch jeden ersten Freitag im Monat was neues zu Lesen

!34 – Artikelempfehlung: Leben, Sterben und Ursachen von Kriegen/des Ukraine-Krieges

Etliche Stunden des letzten Monats habe ich mit dem Thema Sterbebegleitung verbracht. Viele in mir in dieser Zeit anklingende und in Berührung gekommene Themen brauchen Zeit für das ‚transformieren‘ meiner Emotionen.
Zwei Links zu einem in dieser Zeit gelesenen, mich sehr beeindruckenden Artikeln zum großen Bogen Leben, Tod und Kriege von Ludwig Janus möchte ich mit euch teilen:
https://ludwig-janus.de/images/Downloads/U%CC%88berlegungen%20zu%20den%20psychologischen%20und%20psychohistorischen-V2.pdf
und ausführlicher, umfassender
https://ludwig-janus.de/images/Downloads/Warum%20Krieg_Psyche.pdf
Dr. Janus hat etliche weitere interessante Artikel auf der Downloadseite. Für mich lesen sich viele wie der Background zum aktuellen Zeitgeschehen. Viel Freude beim Lesen und wirken lassen.

Nächsten Monat geht es wieder mit den Übungsbeschreibungen zum BFK-Jahreskurs weiter. Ich freu mich auf euch im Kurs!

(c) 2024 Grit Silke Thieme

#33 – Jahreskurs BFK*: begleitende Übungsbeschreibungen Monat 1

Alle im Jahreslauf folgenden Übungen dienen der KörperBildung.
In intellektuellem Sinn und im plastischen dem Bilden des eigenen Körpers. Du wirst dein bisheriges Wissen, wie dein Körper funktioniert und sich bewegt, praktisch an dir selbst überprüfen und wahrscheinlich bald schon belächeln. Unglaubliche Dinge werden sich dir aufzeigen und für tiefes Staunen und Wohlgefühl sorgen.
Sie bauen von Monat zu Monat aufeinander auf. Es wäre durchaus angebracht, sie in den folgenden Tagen und Wochen bis zur nächsten Stunde zu vertiefen. Am Besten immer mal wieder in den Alltag eingebaut. Dies öffnet deine Wahrnehmung, für das, was in dir spannt und das was loslässt. Und, du hast natürlich den tollen Effekt des Entspannens, kannst diesen von Mal zu Mal besser Wahrnehmen und tiefer auskosten. Den Effekt kannst du noch intensivieren, wenn du wirklich erst an der einen Körperseite arbeitest und danach in Ruhe und beim Gehen einiger Schritten in Raum nachwirken lässt und dann erst an der anderen Seite.
Zum Einstieg ins Jahr beginnen wir wieder mit dem Fundament – also den Füßen.
Dieses Mal mit den Walnüssen unter den Zehen und anschließend den Froschfüßen.

Erinnert euch an die Qualitäten des Arbeitens:
1. Umschließen der Nuss und daraufhin haptisch mit der Zehe die Oberfläche der Nuss ertasten. Ist da die dicke Wulst?
2. Zehe nach vorn topfen lassen.
3. Zehe einzeln – so gut es geht – einen Millimeter hin und her, vor und zurück auf der Nuss bewegen.
4. Andere Zehen so gut es geht einfach sein zu lassen – weder gegenspannen noch entspannen.
Schaut, was beim Länge im Zeh bekommen in der Wade, im Oberschenkel, im Beckenboden, im Hals und Kiefer passiert.
Es ist völlig ok, wenn ihr meint da passiert nichts – ihr könnt es noch nicht wahrnehmen, es passiert trotzdem.
5. Aufspannen des Froschfußes – wie fühlt es sich im Fuß an? Was passiert? Hat der Knöchel was davon? Wer noch im Körper hat was davon? Kann sich losgelassen auf eine funktionierende, arbeitenden Fußfaszie einlassen?

Erinnert euch an das: Spürt nach der Übung in euren Körper, nehmt wahr, was ihr fühlt:
Typischerweise schaut ihr zuerst: Wo tut es noch weh? Wo tut es jetzt neu weh? Wie tut es weh?
Ich schaue: Wie stehe ich jetzt? Wenn ich gehe – Ist etwas an Bewegungsradius dazugekommen? Im Fuß? Im Knie? In den Hüften? Wie hat sich die Bewegungsqualität verändert – weicher/fester, lockerer/gehaltener, gerader/versetzter, durchfließender/dichter? In den gearbeiteten Körperstellen und dann immer weiter schauend, bis zum ganzen Körper, bis hin zu meiner Bewegung im Raum.

Wenn ihr ‚nur‘ schaut ob die alten Befindlichkeiten noch da sind, gehen euch ganz viele Nebeninformationen verloren, da ihr immer wisst, was ihr sucht – da könnt ihr viele schöne und neue Wahrnehmungsleitungen um die Baustelle herum gar nicht wahrnehmen. Wenn aber rund um die Baustelle herum wieder mehr los ist, wird automatisch in der Baustelle weniger Betrieb sein.
Erinnert euch, wie haben sich eure Füße, euer Gang und eure Aufrichtung am Ende der Stunde angefühlt!
Experimentiert es für euch gern jeden Tag neu! Viel Vergnügen dabei wünsche ich euch von ganzem Herzen.

* BewegungsForschungsKollektiv

(C) Grit Silke Thieme

#32 – Mit innerem Frieden leben, auch wenn es scheint „die“ Welt geht unter

Ohne jede Frage, wir leben in weltweit anspruchsvollen, transformativen Zeiten. Vor allem in Deutschland haben wir nach ruhigen Jahren des Verschlafens der Innovation und Instandhaltung nun dauerhaft chaotischen Streit um das Aufholen der verpassten Chancen der Vergangenheit – statt den Status quo zu erfassen, anzusehen, zu akzeptieren und von dort aus loszugehen.

Vor allem in der Vorweihnachtszeit, einer eher mit Ruhe und innerer Einkehr in Natur und Mensch verbundenen Zeit, scheint „die Welt“ sich noch schneller, fast schon hektisch, zu drehen.
Eine alte Kundin sagte vor einigen Tagen zu mir: „Ach wissen Sie, früher war im Oktober das Laub runter und weggefegt, im November war dann viel Zeit und Ruhe und im Dezember hat man beim Stollen- und Plätzchenbacken angefangen, im Kopf die Pläne für die Gartenaussaat im Frühjahr zu machen. Heute fällt das Laub bis Weihnachten und man hat die ganze Zeit damit zu tun. Zwischendrin gibt es schon Schnee und die Blätter fallen auf den Schnee. Das ist doch total verrückt, oder? Ständig muss man auf Achse sein“, sprach die 91-Jährige.
Meine ersten Sätze darauf waren: „Ja, und es gibt bei 35 Grad im August die ersten Pfefferkuchen zu kaufen. Stellen Sie sich vor, Sie sind noch ein Kind und kennen es nicht anders. Da ist es völlig normal im August Pfefferkuchen kaufen zu können. Da hilft es nicht, an den Geschäften und Geschäftsleuten rumzunörgeln. Sie sagen ja selbst, die klassischen Jahresrhythmen sind auch in der Natur nicht mehr vorhanden – damit machen auch viele traditionelle Gepflogenheiten keinen offensichtlichen Sinn mehr. Verrückte Welt, da haben sie im wahrsten Wortsinn Recht.“

Am Ende fanden wir über einen längeren Austausch und zauberhafte alte Geschichten den Konsens: Herzlichkeit dem Leben gegenüber, sich selbst treu und der Welt sowie anderen gegenüber offenzubleiben, sich gegenseitig zuzuhören, wirklich in gelebten Kontakt miteinander kommen, das ist eine tragfähige Einstellung. Denn dann gibt es keine Welt mehr, weil wir die Welt sind, sie zu dem machen, was sie ist. Mit unserem täglichen Denken und Tun. Mit der erzählten Geschichte für die August-Pfefferkuchenkäufer: Wissen Sie, als ich noch Kind war, war ein Pfefferkuchen eine ganz auserlesene Süßigkeit, etwas Besonderes, was nur zu Weihnachten gab. Die edlen und wohlschmeckenden Zutaten waren sehr teuer und nahrhaft. Genau richtig für die dunkle, kalte Jahreszeit, in der es kaum noch Frisches aus dem Garten gab. Wenn es dann Dezember wurde und die Weihnachtsbäckerei begann, da war er der Zauber, die Gerüche, die Vorfreude.
Und nicht zuletzt braucht es die Gegenfrage: „Was macht für Sie diesen Zauber aus? Was ist das Besondere für Sie, an den dunklen Tagen um die Weihnachtszeit? Können sie mir da bitte ein Update erzählen?“ -„Ich kenne es nur, wie ich es eben kenne. Verstehe die heutige Zeit nicht mehr.“

→ Wir sind mehr als ein physischer Körper, der steht wo er steht. Er kann sich bewegen, auf andere zu oder ins Einigeln, weil früher alles besser war. Oder eben einfach nur vertrauter, für den, der da lebte und seine Routinen gebildet hat. Am Ende werden wir Menschen immer älter und es leben immer mehr Generationen mit oder nebeneinander – in einer sich schnell verändernden Welt. Mögen die vielen, vielen Familientreffen zu Weihnachten zu einem wechselseitigem Geschichtenerzählevent aller Generationen werden!

(C) Grit Silke Thieme

#pre – No_Blog: Was ist das?

In einem Blog wird regelmäßig geschrieben und auf vielen Kanälen geteilt. Der Leser kann das Gelesene kommentieren.
Viele meiner Kunden warten seit Jahren auf die bei mir in Alltagssprache gehörten Wissensgeschichten. Zu Themen, die sie sonst nicht so tief verstehen könnten. Oder einfach zum Erinnern, Nachlesen, Wiedereintauchen ins damals entstandene Körpergefühl, gern auch als Wiedereinstieg in die Übungen. Auf meine ganz eigene Art angeleitet und erzählt.
Ab sofort gibt es hier regelmäßig was zu lesen für euch. Ohne das Teilen und Kommentarfunktion. Damit ist es kein echter Blog, mein No_Blog.
Ab Januar 2023 erscheint jeden Freitag ein neuer Artikel für euch – bis Juli. Danach eimal pro Monat am ersten Freitag.
Nur zum Lesen. Gern lachen. Nachdenken. Umsetzen. Ein Leckerli für die auf meine Bücher wartenden Fans. Mindestens bis zu deren Erscheinen. Oder länger…

→No Blog: Regelmäßige Artikelserie ab Januar 2023. Immer freitags. Ab Juli dann immer am ersten Freitag des Monats.

© Grit Silke Thieme

Seid gespannt auf ein anderes Buchprojekt von mir, die beiden Bücher erscheinen nicht. Siehe No_Blog #27 oben.

Ihre Faszie kann mehr!

Edition für Körper mit Kopf

–> Veröffentlichung: abgesagt

Erst lesen, dann Gelesenes ’setzen lassen‘, danach praktisch ausprobieren und experimentieren.

Das Wunderwerk Ihres Körpers – die Faszie – kann sehr viel mehr, als Sie sich jetzt vorstellen können. Hier vorab ein Blick in die Themen des Buches:

  • Jeder hat nur eine einzige Faszie!
  • Was ist die neuro-fasziale Matrix?
  • Kann diese dauerhaft verändert werden?
  • Was hat unser Vagus-Nerv damit zu tun?
  • Unterschied zwischen Sport und Bewegungsfreude
  • Unterschied zwischen Üben und Experimentieren
  • Warum sind diese Unterschiede so wichtig?
  • Was kann ich Selbst-tun für das ‚Mehr‘ meiner einen Faszie?

Der Stoff, aus dem die Faszie ist

Edition für Körper mit Kopf

–> Veröffentlichung: abgesagt

Stoff und Faszie – was hat das miteinander zu tun?
Weit mehr als wir uns vorstellen können!

Haben Sie sich schon über die geringe Elastizität einer Leinenhose gewundert? Festgestellt, diese leiert im Gebrauch aus? Und, dass sobald ein Elastanfaden mit eingewebt wird, die Hose flexibler und weniger ausdehnend ist? Das ist auf unsere Faszie übertragbar!

Freuen Sie sich auf eine unterhaltsame Reise in die Welt der Faszie – mit Ausflügen zu deren gezielter Formbarkeit und Steuerbarkeit.