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’35 – BFK-Impuls 2: Der Kran

Bitte lies das INTRO aus ’34 zuerst.

Der Kran – gern mit Froschfüßen (aus ’34)

Dieser Impuls nutzt das ganze Bein. Gern dürfen die Frosch-Fußqualitäten aus ’34 einfließen.
Bitte erinnere dich kurz an die typischen Qualitäten des Expertimentierens und beginne:


Begib dich in Rückenlage, stelle die Beine an.
Bewege die Füße so nah wie möglich an den Po – es sollte aber bequem für dich sein.
Je näher die Füße am Po sind, desto leichter reagiert dein Körper.
Lande in Ruhe in dieser Lage. Sortiere dich.


Bitte lauf ein paar Schritte und spüre, wie sich dein Laufen anfühlt.
Präge dir diese Wahrnehmung ein.
Achte besonders auf deine Füße, Knie und das Becken sowie den Gesamteindruck.


Danach starte mit einem Bein. Das andere Bein wird später genau diesen Ablauf auch durchlaufen.
Sofern es während der Übung unangenehm für das andere Bein wird, starte sofort oben neu mit dem anderen Bein.


Lasse den Fuß breit und weich werden, gib dir Zeit dabei, lass den Fuß fließen.
Du darfst mit den Zehen wackeln, darfst sie strecken, jede einzeln oder als Gruppe(n).
Wenn das Bein eine andere Position will, gib dem nach und bleibe dabei in den Füßen.


Spüre, wie das Gewicht der Wade in den Knöchel sinkt.
Was tut dein Knöchel? Kannst du wahrnehmen, wie der Knöchel nachgibt? Weicher wird?
Wie der Fuß mehr Gewicht bekommt?


Wie fühlt es sich im ganzen Körper an?
Wie geht es deinem Oberschenkel in diesem Bein?
Wie der Hüfte?


Kannst du das angestellte Knie wie eine alte TV-Radioantenne nach schräg vorn und oben, in Verlängerung des Oberschenkels, hinausschieben?
Dabei die Hüfte auf dem Boden liegen lassen? Also nicht aus Hüftaktivität das Knie hochschieben?


Lass die Hüfte am Boden und lass das Knie über die Faszie die Hüfte anheben.
Keine Muskelaktivität. Keine Muskelanspannung.
Faszienzug, der aus dem Knie durch den Oberschenkel in den ganzen Körper arbeitet.


Pausiere und fühle: Wie ist das Bein jetzt? Ist es angespannter? Lockerer?
Spüre vom Fuß ins ganze Bein und die Hüfte.
Fortgeschrittene: Seid ihr im Kopf angekommen? Wer hat wo nicht mitgemacht? Gab es Umwege?


Schau innerlich nochmal zum Fuß.
Nimm seine Qualität wahr.
Wie fühlt er sich jetzt an?


Stehe langsam, wirklich langsam auf und achte darauf, sicher zu stehen.
Wie fühlt sich dein Stehen jetzt an?
Wenn du dich gut organisiert und sicher fühlst, beginne vorsichtig zu laufen.


Wie fühlt sich dein Laufen an?
Was ist passiert?
Welche Unterschiede bemerkst du zu vor dem Experiment?


Je nach deiner Routine mit solchen Expertimenten ist von ‚wie immer‘ bis ‚Hang-Huhn‘ jede Option möglich. Und es ist völlig in Ordnung, wenn es für dich keinen Unterschied gibt!
Jetzt ist das andere Bein dran: Starte bitte oben neu!


Wenn du beide Beine schon gearbeitet hast:
Erinnere dich, wie haben sich deine Füße, dein Gang, deine Aufrichtung am Anfang angefühlt?
Wie ist es jetzt?
Wie geht es dir jetzt?


Nimm den Zettel und Stift, schreibe, zeichne, skizziere deinen Aha-Effekt.
Hat sich was verändert?
Wenn ja, was ist das Beeindruckendste für dich dabei?


Expertimentiere das gern jeden Tag einige Minuten. Du wirst staunen!


BFK – Bewegungsforschungskollektiv

© Grit Silke Thieme